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Bei Übersetzungen ist es wichtig, die besonderen Merkmale und kulturellen Hintergründe der beteiligten Sprachen zu kennen und auf sie einzugehen. Hin und wieder kommt es vor, dass sich ein Wort der Ausgangssprache nicht präzise mit einem einzelnen Wort der Zielsprache übersetzen lässt, da es nur in der Ausgangssprache ein Wort für das entsprechende Konzept gibt. In diesen Fällen werden unsere Übersetzerinnen und Übersetzer sprachlich kreativ, um trotzdem eine genaue und dennoch natürlich klingende Lösung zu finden. Hier sind einige Beispiele für Wörter, die es so nur in bestimmten Sprachen gibt: - Mångata (Schwedisch)– die Reflektion des Mondes auf dem Wasser - Sobremesa (Spanisch)– geselliges Beisammensein nach einem gemeinsamen Essen mit Freunden - Tartle (Schottisch) – Moment des Zögerns, wenn man jemanden trifft oder vorstellen soll, an dessen Namen man sich nicht erinnert - Desenrascanço (Portugiesisch) – die Fähigkeit, auf die Schnelle eine Lösung zu improvisieren - Cercle vertueux (Französisch) – das positive Gegenteil eines Teufelskreises - Age-otori (Japanisch) – nach einem Friseurbesuch schlechter aussehen als vorher - Culaccino (Italienisch) – Ring, den ein kaltes Wasserglas auf einem Tisch hinterlässt - Friolero (Spanisch)– eine kälteempfindliche Person - Tsundoku (Japanisch)– ein Buch nach dem Kauf nicht lesen, sondern im Zimmer stapeln - Kaapshljmurslis (Lettisch)– eine Person, die sich in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln aufhält